Die Erkrankung

Was ist Eierstockkrebs?
Was ist Eileiter- und Bauchfellkrebs?

 

Diagnose Eierstockkrebs
Hintergrund Ovarialkarzinom
Was ist das Bauchfell (Peritoneum) - was sind seine Funktionen?
Was ist Eileiterkrebs?
Was ist ein Borderline-Tumor des Eierstocks?
Was ist ein Granulosazelltumor?
Was ist eine Peritonealkarzinose?

“Information und Wissen sind die besten Waffen gegen die Angst.”

 Prof. Dr. med. Jalid Sehouli

Der Eierstockkrebs entwickelt sich aus den Zellen des Eierstockes. Krebszellen haben die Eigenschaft, sich unkontrolliert zu teilen und über die natürlichen Organgrenzen hinaus zu wachsen. Viele Zellen bilden dann die Geschwulst, welches auch als Tumor bezeichnet wird.

Es existieren verschiedene feingewebliche (histologische) Typen des Eierstockkrebses, da die verschiedenen Zellen, aus denen ein gesunder Eierstock besteht, entarten können. In den meisten Fällen handelt es sich um so genannte epitheliale Karzinome (90%). Erst bei entsprechender Größe des Tumors kann dieser vom Gynäkologen getastet und mit den unterschiedlichen Verfahren, wie z.B. Ultraschall oder Computertomographie (CT), dargestellt werden oder verursacht Beschwerden bei der Patientin (z.B. Schmerzen).

Die Zellen des Eierstockkrebses können auch andere Organe des Bauchraumes erreichen und Fernabsiedlungen (Metastasen) bilden. Hintergrund Eierstockkrebs
Am häufigsten greift der Eierstockkrebs das Bauchfell (Peritoneum), die Lymphknoten und den Darm an, wobei meist nur die äußeren Wandschichten befallen sind. Das Bauchfell besteht aus zwei Schichten, welche zum einen die Bauchwände und zum anderen die inneren Organe (wie Leber, Darm und Blase) bekleidet. Wenn eine Patientin Bauchwasser (Aszites) entwickelt, kann dies ein Hinweis für den Tumorbefall des Bauchfelles sein. Wenn das Bauchfell der Organe befallen ist, z.B. der Leber (FIGO III), gilt diese Absiedlung nicht als eigentliche Organmetastase, es handelt sich also dann nicht um eine Lebermetastase. Erst bei Befall der inneren Organschichten (Parenchym) spricht man von ”echten” Lebermetastasen (FIGO IV). Auch wennEileiterkrebsBauchfellkrebs andere Organe oder Organstrukturen befallen sind, handelt es sich weiterhin um einen Eierstockkrebs, der streng z.B. von einem ”echten” Dickdarmkrebs abzugrenzen ist. Auch bei Befall der Lymphknoten handelt es sich nicht um einen Lymphdrüsenkrebs, welcher völlig anders behandelt wird.
Die Ursache für die Entwicklung von Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs ist unbekannt. Verschiedene Faktoren werden als ”Mitauslöser” verantwortlich gemacht (z.B. fettreiche Ernährung, lange reproduktive Phase und keine bis wenige Geburten). Die familiäre Veranlagung spielt nur bei wenigen Patientinnen eine Rolle. Nur etwa 5% der Betroffenen haben in ihrer Familie Angehörige mit Eierstock- oder Brustkrebs

Zurück

 

“Erst durch die Operation können verlässliche Aussagen gemacht werden. Untersuchungen wie z. B. Ultraschall geben nur Hinweise”

Prof. Dr. med. Jalid Sehouli

Die bösartigen (malignen) Tumoren des Eierstocks machen etwa 25% aller weiblichen Genitaltumoren aus. Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist der fünfthäufigste bösartige Tumor (Malignom) der europäischen Frau. In Deutschland erkranken jährlich ca. 8000 Frauen an einem Ovarialkarzinom. Im Vergleich hierzu erkranken ca. 45000 Frauen an Brustkrebs. Wegen fehlender Vorsorge- und Früherkennungsmöglichkeiten und fehlender Frühsymptome weisen mindestens 75% der Patientinnen zum Zeitpunkt ihrer Diagnose bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium auf (FIGO III/IV).
Die optimale Behandlung des Eierstockkrebs besteht aus einer Operation mit dem Ziel, alles sichtbare Tumorgewebe zu entfernen, was Dank moderner Operationsverfahren bei einem großen Teil der Patientinnen möglich ist und einer Chemotherapie bestehend aus Carboplatin + Paclitaxel.

 Auf Basis verschiedener Studien, die vor allem in Deutschland initiiert wurden, konnten die Behandlungsergebnisse zum Eierstockkrebs in den letzten Jahren entscheidend verbessert werden. In aktuellen Studien Eierstock-, Eileiter- und Bauchfellkrebs wird an einer weiteren Optimierung der Behandlungsergebnisse in der Erstsituation und auch bei Wiederauftreten der Krebserkrankung intensiv gearbeitet. Hierbei stehen vor allem neue Chemotherapieregime und Immuntherapien im Fokus der Forschung.

 

Zurück

Diagnose Eierstockkrebs
Hintergrund Ovarialkarzinom
Was ist das Bauchfell (Peritoneum) - was sind seine Funktionen?
Was ist Eileiterkrebs?
Was ist ein Borderline-Tumor des Eierstocks?
Was ist ein Granulosazelltumor?
Was ist eine Peritonealkarzinose?

 

[Home] [Hotline] [Über uns] [Die Erkrankung] [Studien] [Klinikwahl] [Fragen & Antworten] [Selbsthilfe] [Sozialleistung] [Literatur] [Links&Adressen] [Kontakt] [patient´s service] [Impressum] [Haftungsausschluss & Datenschutz]
EKZE

Zertifiziert durch den TÜV Süd:
2007 2008 2009 2010 2011 2012

GERMAN English Turkey Egypt

Download
Imagebroschüre
Klinik für Gynäkologie am Campus Virchow-Klinikum
Europäisches Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs (EKZE)